Außerdem zeigen wir, wofür Silber gebraucht wird und wo es gefördert wird.
| 1 t.oz = 55,41 EUR | 1 t.oz = 64,27 USD |
| 1 g = 1,78 EUR | 1 g = 2,07 USD |
Chart mit dem aktuellen Silberpreis
Diagramm der/des letzten: 7 Tage | 30 Tage | 3 Monate | 6 Monate | Jahres | 3 Jahre | 5 Jahre | 10 Jahre
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Preisänderung
| 24h | 1.13 % | Woche | -2.61 % |
| Monat | -1.62 % | Jahr | -9.82 % |
Historische Preise
| t.oz | g | |
|---|---|---|
| 11. 9. 2026 | 55,59 EUR 64,48 USD | 1,79 EUR 2,07 USD |
| 10. 9. 2026 | 54,18 EUR 62,85 USD | 1,74 EUR 2,02 USD |
| 9. 9. 2026 | 58,01 EUR 67,29 USD | 1,87 EUR 2,16 USD |
| 8. 9. 2026 | 56,69 EUR 65,76 USD | 1,82 EUR 2,11 USD |
| 7. 9. 2026 | 57,02 EUR 66,14 USD | 1,83 EUR 2,13 USD |
| 4. 9. 2026 | 57,07 EUR 66,20 USD | 1,83 EUR 2,13 USD |
| 3. 9. 2026 | 57,74 EUR 66,97 USD | 1,86 EUR 2,15 USD |
| 2. 9. 2026 | 56,33 EUR 65,33 USD | 1,81 EUR 2,10 USD |
| 1. 9. 2026 | 55,23 EUR 64,07 USD | 1,78 EUR 2,06 USD |
| 31. 8. 2026 | 57,35 EUR 66,52 USD | 1,84 EUR 2,14 USD |
| 28. 8. 2026 | 57,20 EUR 66,34 USD | 1,84 EUR 2,13 USD |
| 27. 8. 2026 | 59,72 EUR 69,27 USD | 1,92 EUR 2,23 USD |
| 26. 8. 2026 | 58,72 EUR 68,11 USD | 1,89 EUR 2,19 USD |
| 25. 8. 2026 | 59,16 EUR 68,62 USD | 1,90 EUR 2,21 USD |
| 24. 8. 2026 | 59,45 EUR 68,96 USD | 1,91 EUR 2,22 USD |
| 21. 8. 2026 | 59,45 EUR 68,96 USD | 1,91 EUR 2,22 USD |
| 20. 8. 2026 | 58,70 EUR 68,09 USD | 1,89 EUR 2,19 USD |
| 19. 8. 2026 | 57,76 EUR 67,00 USD | 1,86 EUR 2,15 USD |
| 18. 8. 2026 | 54,60 EUR 63,33 USD | 1,76 EUR 2,04 USD |
| 17. 8. 2026 | 56,72 EUR 65,78 USD | 1,82 EUR 2,12 USD |
Was ist Silber und wofür wird es verwendet
Silber (chemisches Symbol Ag) zählt wie Gold oder Platin zu den Edelmetallen. Es ist weiß, dehnbar und vergleichsweise weich. Vor allem aber leitet es Wärme und Strom besser als jedes andere Metall. Genau daran hängt der halbe Markt.
Den größten Teil der Nachfrage deckt deshalb nicht der Schmuckhandel, sondern die Industrie. Silber steckt in Kontakten, Leiterbahnen und Lötverbindungen, meist als Legierung. Dazu kommt die Photovoltaik. In jeder klassischen Solarzelle sitzt eine dünne Silberpaste, die den erzeugten Strom abführt.
Die analoge Fotografie nutzt ebenfalls Silberverbindungen, mengenmäßig spielt sie heute allerdings kaum noch eine Rolle. Schmuck, Besteck und Medaillen sind der sichtbarste Verwendungszweck, nicht der größte.
Historisch war Silber schlicht Geld. Schon im antiken Rom wurden daraus Münzen geprägt, die im gesamten Imperium zirkulierten. Heute erfüllt das Metall eher eine Anlagefunktion, etwa in Form von Barren oder Gedenkmünzen.
Edelmetalle werden nicht in Gramm notiert, sondern in Feinunzen. Eine Feinunze entspricht 31,1035 Gramm und hat mit der Unze aus der Küche nichts zu tun. Alle international üblichen Silbernotierungen beziehen sich auf diese Einheit, angegeben in US-Dollar. Wollen Sie den Preis pro Gramm wissen, teilen Sie den Unzenpreis durch 31,1. Für den Preis in Euro kommt noch der Wechselkurs dazu, weshalb Silber in Euro und in Dollar unterschiedlich stark schwanken kann.
Was versteht man unter der Feinheit von Silber
Silber wird ähnlich wie Gold meist als Legierung verarbeitet, am häufigsten mit Kupfer (chemisches Symbol Cu). Der Feingehalt wird im deutschsprachigen Raum in Tausendteilen angegeben.
| Feingehalt | Bezeichnung | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| 999,9 | Feinsilber | Anlagebarren |
| 999 | Feinsilber | Anlagemünzen und Barren |
| 925 | Sterlingsilber | Schmuck und Besteck |
| 835 und 800 | Gebrauchssilber | ältere Bestecke, Korpuswaren |
Für Anleger ist diese Zahl bares Geld wert. Ein Barren mit 999 oder 999,9 folgt dem Spotpreis fast eins zu eins. Ein Sterlingsilberring wird dagegen nach Design, Marke und Arbeitszeit bezahlt und nur zu einem kleinen Teil nach Metallgehalt.
Silberproduktion weltweit
Weltweit werden pro Jahr rund 800 Millionen Unzen Silber gefördert, also etwa 25.000 Tonnen. Zur Einordnung: Diese Menge würde ungefähr ein olympisches Schwimmbecken füllen.
Der größte Produzent ist Mexiko mit etwa 173 Millionen Unzen jährlich. Dahinter folgen China mit rund 119 Millionen und Peru mit rund 111 Millionen Unzen. Weitere bedeutende Förderländer sind Russland, Polen und Chile.
Ein Detail prägt die Preisbildung stärker, als die meisten Anleger vermuten. Ein großer Teil des Silbers fällt als Nebenprodukt an, gefördert gemeinsam mit Blei, Zink oder Kupfer. Wer eine Zinkmine betreibt, fährt sie nicht hoch, weil Silber gerade teuer ist. Das Angebot reagiert deshalb nur träge auf den Preis.
Was den Silberpreis beeinflusst
Anders als beim Gold entscheidet beim Silber vor allem die Industrienachfrage. Käufer von Münzen und Barren stellen nur einen kleineren Teil der weltweiten Nachfrage.
Trotzdem wirkt Silber in Krisen ähnlich wie Gold. In Zeiten hoher Inflation und politischer Unsicherheit greifen Anleger zu physischem Metall, und der Preis zieht an.
Dazu kommen Dollarkurs und Zinsniveau. Silber wirft keine laufenden Erträge ab. Steigen die Realzinsen, wird das Halten teurer. Fallen sie, wird es attraktiver.
Wächst die Nachfrage aus Elektronik und Solarindustrie weiter, ohne dass die Förderung mitzieht, kennt der Markt langfristig nur eine Richtung. Über den Kurs der nächsten Wochen sagt das allerdings wenig aus.
Ein Werkzeug, das viele Silberanleger nutzen, ist die Gold-Silber-Ratio. Sie rechnet sich in einem Schritt. Teilen Sie den Goldpreis je Feinunze durch den Silberpreis je Feinunze, und Sie erhalten die Zahl der Unzen Silber, die aktuell eine Unze Gold kosten. Über lange Zeiträume pendelte dieser Wert grob im mittleren zweistelligen Bereich. Schnellt er weit darüber hinaus, gilt Silber gegenüber Gold als billig, fällt er deutlich darunter, als teuer. Ein Kaufsignal ist das nicht, eher ein Blick auf das Verhältnis der beiden Metalle zueinander.
Historische Entwicklung des Silberpreises
Der Silberpreis lässt sich mehr als hundert Jahre zurückverfolgen. Üblicherweise wird er in Feinunzen (eine Feinunze entspricht 31,1 Gramm) und in US-Dollar (USD) angegeben. Seltener stößt man auch auf eine Umrechnung pro Gramm.
Vom Ersten Weltkrieg zur Weltwirtschaftskrise
Im Jahr 1915 wurde Silber zu 0,50 USD pro Unze gehandelt. Dann setzte ein allmählicher Verfall ein.
In den folgenden fünfzehn Jahren fiel der Preis bis auf 0,28 Dollar. Die Vereinigten Staaten wurden damals von der Weltwirtschaftskrise getroffen, und Silber erholte sich davon nur sehr langsam.
Der Silberboom in den 70er-Jahren und der Höhepunkt 1980
Die wirkliche Wende kam nach 1971. Die USA schafften den Goldstandard ab, die Inflation stieg, und Silber begann sich von rund 1,5 USD pro Unze nach oben zu bewegen.
Der Hauptantrieb waren jedoch die Hunt-Brüder, zwei texanische Milliardäre, die versuchten, den Großteil des verfügbaren Silbers aufzukaufen und so den Preis in die Höhe zu treiben. Das gelang ihnen perfekt. Im Januar 1980 schoss Silber bis auf knapp 50 USD pro Unze.
Dann aber folgte eine harte Ernüchterung. Der Preis brach auf rund zehn Dollar zusammen und sank in den folgenden Jahren weiter. Den Tiefpunkt erreichte er Anfang der 90er-Jahre bei etwa 3,7 USD.
Die Decke bei 50 Dollar und ihr Durchbruch
Im April 2011 kletterte Silber auf 48,70 USD pro Unze. Es näherte sich also erneut der Fünfzig-Dollar-Marke. Und erneut gelang es ihm nicht, sie zu überwinden.
Dieses Niveau wirkte volle 45 Jahre lang wie eine Decke. Durchbrochen wurde sie erst im Oktober 2025. Der Spotpreis, also der Preis für die sofortige Lieferung, übertraf damals den 45 Jahre alten Rekord aus dem Jahr 1980 bei 49,95 Dollar.
Danach ging es schnell. Ende November 2025 sprang der Spotpreis auf ein neues historisches Hoch von über 55 USD pro Unze. Am 29. Januar 2026 lief die Bewegung ins Extrem. Zum ersten Mal in der Geschichte überschritt Silber die Marke von 115 Dollar und erreichte kurzzeitig rund 121 USD.
Die scharfe Korrektur und was hinter dem Anstieg steckt
Auf den Höhepunkt im Januar folgte der größte Tagesverlust, den Silber je gesehen hat. Der Kurs halbierte sich in der Spitze nahezu. Zum Zeitpunkt der Aktualisierung dieses Artikels im Juli 2026 bewegt sich Silber in einer Spanne von etwa 57 bis 59 USD pro Feinunze.
Der eigentliche Treiber der gesamten Bewegung war die wachsende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Die Industrie verbraucht Rekordmengen des Metalls, vor allem für Photovoltaik und Chipfertigung. Die Förderung bleibt dabei unflexibel und kann darauf nicht schnell reagieren.
Ausblick für den Silberpreis
Der Silbermarkt steuert 2026 auf das sechste Defizitjahr in Folge zu. Schätzungen gehen davon aus, dass die Nachfrage das Angebot um rund 46 Millionen Unzen übersteigt. Das stützt den Preis auf lange Sicht.
Eindeutig ist die Lage trotzdem nicht. Wegen der hohen Preise beginnt die Solarindustrie zu sparen und sucht nach Zellkonzepten mit weniger Silber. Diesen Nachfrageausfall gleichen bislang künstliche Intelligenz und Elektronik aus, deren Metallbedarf weiter wächst.
Nach der Preisblase vom Januar ist der Markt außerdem außergewöhnlich volatil. Kurzfristig erwarten wir eher kräftige Ausschläge in beide Richtungen als eine ruhige Seitwärtsbewegung.
Ein konkretes Kursziel nennen wir bewusst nicht. Bei einem Metall, dessen Kurs sich binnen weniger Monate verdoppelt und anschließend wieder halbiert hat, wäre jede Zahl eine Scheingenauigkeit, die schon in einem halben Jahr überholt wäre.
Dies ist keine Anlageempfehlung.
Der Silbermarkt ist gemessen am Wert deutlich kleiner als der Goldmarkt. Dieselbe Geldsumme bewegt hier also viel mehr. Dazu kommt, dass rund die Hälfte der Nachfrage aus der Industrie stammt und damit an der Konjunktur hängt, während Gold vor allem als Wertspeicher gekauft wird. Silber bekommt deshalb beide Impulse ab, den der Anleger und den der Fabriken. In starken Phasen läuft es Gold davon, in schwachen fällt es tiefer.
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Wie Sie Silber handeln können
Silber lässt sich physisch oder virtuell handeln. Beginnen wir mit der greifbaren Variante.
Barren und Münzen
Die erste Möglichkeit ist der Kauf von Silberbarren. Das ist die reinste Form der Investition in dieses Metall, weil Barren den Spotpreis am treuesten abbilden.
Barren gibt es von wenigen Gramm bis zu mehreren Kilogramm. Rechnen Sie allerdings mit einer spürbaren Händlermarge. Je kleiner die Einheit, desto höher fällt sie prozentual aus.
Sammeln Sie gern, kommen Silbermünzen infrage. Häufige Motive sind bedeutende historische Persönlichkeiten oder Ereignisse. Diese Anlageform ist etwas spekulativer, denn Sie setzen auch auf die Beliebtheit des konkreten Motivs.
Schmuck ist kein Investment
Silberschmuck zählt neben Goldschmuck zu den beliebtesten Anschaffungen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie wählen ein Stück genau nach Ihren Vorstellungen oder lassen es anfertigen. Eine Kette zum Geburtstag ist persönlicher als ein Anlagebarren. Als Investment taugt Schmuck dagegen wenig.
CFD und andere Derivate
Unter Tradern wird der Handel über CFDs (Differenzkontrakte, also Verträge auf die Kursdifferenz) zunehmend beliebter. Dabei erwerben Sie das Metall nicht physisch, sondern spekulieren ausschließlich auf steigende oder fallende Preise. Der Kontrakt bezieht sich in der Regel auf eine Feinunze.
Physisches Silber: Nachteile und bessere Alternativen
Physisches Silber hat drei Schwächen, die beim Gold so nicht auftreten. Die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis ist breiter, die Lagerung ist wegen des Volumens teurer, und beim Kauf fällt Umsatzsteuer an, während Anlagegold davon befreit ist. Bei Münzen kommt je nach Herkunft die Differenzbesteuerung ins Spiel, was die Rechnung zusätzlich verkompliziert.
Steuerliche Regeln ändern sich und hängen von Ihrer persönlichen Situation ab. Die Angaben in diesem Artikel sind eine grobe Orientierung und keine steuerliche Beratung. Lassen Sie Ihren konkreten Fall bitte von einem Steuerberater prüfen.
Neben Barren gibt es deshalb weitere Wege, in Silber zu investieren, vor allem über ETFs (börsengehandelte Fonds) und über Aktien von Bergbauunternehmen. Im Folgenden finden Sie ausgewählte Titel, mit denen Sie in Silber investieren können.
ETFs auf physisches Silber
iShares Silver Trust (Ticker SLV) ist einer der größten und bekanntesten Silber-ETFs. Der von BlackRock verwaltete Fonds bildet den Preis von physischem Silber ab, sodass Anleger eine direkte Preisexponierung erhalten.
Das Silber liegt in Tresoren in London. SLV bietet damit eine liquide Möglichkeit, in Silber zu investieren, ohne den physischen Besitz zu übernehmen. Anders gesagt: Sie müssen keinen eigenen Tresor unterhalten und sind dennoch am eingelagerten Metall beteiligt.
- Basiswert: Physisches Silber.
- Erträge: Abhängig vom Silberpreis.
- Gebühren: Laufende Verwaltungsgebühr ca. 0,50 %. Diese wird nicht separat berechnet, sondern ist im aktuellen Kurs der Anteile enthalten.
- Liquidität: Hoch, einer der meistgehandelten Silber-ETFs.
- Auflagejahr: 2006.
- Verwaltetes Vermögen: über 12 Mrd. USD.
- Verfügbar bei Brokern: eToro, https://www.etoro.com/markets/slv 52 % der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld. .
Sprott Physical Silver Trust (Ticker PSLV) ist ein Fonds, der Anlegern ebenfalls eine direkte Exponierung in physisches Silber bietet. Verwaltet wird er von Sprott Asset Management, das Metall lagert in gesicherten Tresoren.
- Basiswert: Physisches Silber.
- Erträge: Abhängig vom Silberpreis.
- Gebühren: Laufende Verwaltungsgebühr ca. 0,62 %. Diese ist im aktuellen Kurs der Anteile berücksichtigt.
- Liquidität: Hoch.
- Verwalter: Sprott Asset Management.
- Auflagejahr: 2010.
- Verwaltetes Vermögen: über 3,7 Mrd. USD und damit deutlich kleiner als SLV.
- Verfügbar bei Brokern: eToro und XTB.
Aktien von Silberproduzenten
Neben ETFs können Sie auch direkt in Aktien von Bergbauunternehmen investieren, die auf Silber spezialisiert sind. Nachfolgend zwei der bedeutendsten Vertreter der Branche.
Wheaton Precious Metals Corp. (Ticker WPM) ist ein Edelmetallunternehmen mit Sitz in Vancouver in Kanada. Wheaton arbeitet mit einem sogenannten Streaming-Modell. Es finanziert Minengesellschaften und erhält im Gegenzug einen Anteil an deren künftiger Produktion von Edelmetallen wie Silber, Gold, Palladium und Kobalt.
- Basiswerte: Rohstoffe wie Silber, Gold und weitere Edelmetalle.
- Dividenden: Regelmäßig. Die Dividendenrendite lag im langjährigen Mittel bei etwa 1,6 % pro Jahr.
- Cashflow des Unternehmens: Stabil.
- Verfügbar bei Brokern: eToro und XTB.
Ein Hinweis dazu: Auf physisches Silber ausgerichtete ETFs wie SLV eignen sich für alle, die mit niedrigen Kosten eine direkte Preisexponierung suchen. Minenaktien sind etwas anderes. Sie bilden nicht den Metallpreis ab, sondern ein Unternehmen mit Kosten, Schulden und operativem Risiko.
Pan American Silver Corp. (Ticker PAAS) zählt zu den größten Silberproduzenten weltweit. Das Unternehmen betreibt Minen in Nord- und Südamerika und fördert daneben weitere Metalle wie Gold, was zusätzliche Diversifikation schafft. Stabile Produktion und eine solide Bilanz machen den Titel für langfristige Anleger interessant.
- Kernaktivität: Förderung von Silber und weiteren Edelmetallen.
- Dividendenrendite: Regelmäßige Quartalsdividenden, die Rendite bewegte sich zuletzt im Bereich von rund 2 % pro Jahr.
- Marktkapitalisierung: Eines der größten Unternehmen seiner Art.
- Verfügbar bei Brokern: eToro und XTB.
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Unterm Strich gilt: ETFs auf Minenwerte wie der Global X Silver Miners ETF (Ticker SIL) und einzelne Bergbauaktien, etwa Wheaton Precious Metals, bieten höhere Renditechancen, aber auch höhere Risiken als ein Fonds auf physisches Metall. Wägen Sie vor dem Kauf Ihre Anlageziele, Ihre Risikotoleranz und Ihren Zeithorizont ab. Wenn Sie noch am Anfang stehen, hilft Ihnen unser Einsteigerleitfaden für den Handel mit Rohstoffen weiter.
Achten Sie beim physischen Kauf auf das Aufgeld, also den Aufschlag über dem reinen Metallwert. Bei kleinen Barren und einzelnen Münzen fällt er prozentual am höchsten aus. Wer ohnehin eine größere Summe anlegen möchte, fährt mit wenigen größeren Einheiten meist deutlich günstiger. Beim Verkauf gilt das Umgekehrte, kleine Einheiten lassen sich leichter einzeln abgeben.
Häufige Fragen zum Silberkurs
Warum schwankt Silber stärker als Gold?
Der Markt ist kleiner, und rund die Hälfte der Nachfrage kommt aus der Industrie. Silber reagiert deshalb sowohl auf die Stimmung der Anleger als auch auf die Konjunktur. Beide Kräfte zusammen sorgen für größere Ausschläge in beide Richtungen.
Was ist die Gold-Silber-Ratio?
Sie gibt an, wie viele Unzen Silber eine Unze Gold kosten. Berechnet wird sie, indem Sie den Goldpreis je Unze durch den Silberpreis je Unze teilen. Anleger nutzen sie, um einzuschätzen, ob Silber im Verhältnis zu Gold gerade günstig oder teuer bewertet ist.
Barren oder Münzen, was ist besser?
Barren sind je Gramm meist günstiger, weil das Aufgeld niedriger ausfällt. Münzen lassen sich dafür in kleinen Einheiten leichter wieder verkaufen und sind international bekannt. Für reine Anlagezwecke ist der größere Barren in der Regel die kostengünstigere Wahl.
Ist Sterlingsilber mit 925 eine Geldanlage?
Eher nicht. Bei Schmuck und Besteck zahlen Sie Design, Marke und Arbeitszeit mit, der reine Metallwert macht nur einen Teil des Preises aus. Wer in das Metall investieren möchte, greift zu Feinsilber mit 999 oder 999,9.
Wie erkenne ich echtes Silber?
Am Feingehaltsstempel, der die Zahl 999, 925 oder 800 trägt. Barren und Anlagemünzen anerkannter Prägestätten kommen zudem mit Seriennummer oder Zertifikat. Bei Zweifeln hilft eine Prüfung beim Edelmetallhändler.
Wie viel Silber steckt in einer Solarzelle?
Nur wenige Gramm je Modul, und die Hersteller senken diese Menge seit Jahren immer weiter. Wegen der schieren Zahl der gebauten Module bleibt die Photovoltaik trotzdem einer der größten Abnehmer des Metalls.
Silber-ETF oder physisches Silber?
Ein Fonds ist günstiger, jederzeit handelbar und braucht keinen Tresor. Physisches Metall gehört Ihnen dafür unmittelbar und liegt außerhalb des Finanzsystems. Wer beides möchte, kombiniert einen Fonds als Basis mit einer kleinen physischen Position.
Fällt beim Kauf von Silber Umsatzsteuer an?
Anders als Anlagegold ist Silber in Deutschland nicht generell von der Umsatzsteuer befreit. Wie hoch die Belastung ausfällt, hängt davon ab, ob Sie Barren oder Münzen kaufen und woher die Ware kommt. Bei Münzen kann die Differenzbesteuerung greifen, bei der nur die Handelsspanne besteuert wird. Konkrete Sätze nennen wir hier bewusst nicht.
Steuerliche Regeln ändern sich und hängen von Ihrer persönlichen Situation ab. Nutzen Sie die Angaben in diesem Artikel als grobe Orientierung und lassen Sie Ihren konkreten Fall von einem Steuerberater prüfen.
Lohnt sich Silber als einziges Investment?
Als alleiniger Baustein eines Depots halten wir es für zu schwankungsanfällig. Als kleinerer Teil eines breit gestreuten Portfolios kann Silber dagegen Sinn ergeben. Wie groß dieser Teil sein sollte, hängt von Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft ab.
