In diesem Artikel zeigen wir Ihnen den aktuellen Ölpreis und welche historische Entwicklung er durchlaufen hat, wie und wo man mit Öl handeln kann, in welche Arten es unterteilt wird und wofür es verwendet wird. Sie erfahren außerdem, warum Brent und WTI fast nie denselben Preis haben.
Öl, auch schwarzes Gold genannt, gehört heute zu den wichtigsten und meistgehandelten Rohstoffen der Welt. Es treibt den weltweiten Verkehr an und wird neben Kraftstoffen auch bei der Herstellung der heute allgegenwärtigen Kunststoffe und anderer synthetischer Materialien oder sogar von Kosmetik verwendet.
Arten von Öl
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirken mag, gibt es bei Öl als solchem viele Arten. Die Unterschiede werden durch den Ort verursacht, an dem dieser Rohstoff gefördert wird. Die grundlegende Einteilung erfolgt nach seiner Dichte, von leicht bis schwer. Nach dem Schwefelgehalt wird es dann in „süßes“ oder „saures“ Öl unterteilt.
Öl wird grundsätzlich in Barrel gemessen, abgekürzt bbl. Ein Barrel entspricht ungefähr 159 Litern beziehungsweise 42 amerikanischen Gallonen.
Die wichtigsten Ölsorten der Welt:
- WTI (West Texas Intermediate) ist ein leichtes Öl aus dem amerikanischen Texas.
- Brent Crude ist ein leichtes Öl aus der Nordsee. Hinter dem Namen steckt kein einzelnes Feld, sondern ein Korb aus mehreren Nordseesorten. Seit 2023 zählen auch Lieferungen der amerikanischen Sorte WTI Midland dazu, die per Schiff nach Europa kommen.
- OPEC Reference Basket ist ein Bündel mehrerer Ölsorten aus OPEC-Ländern, dazu gehört zum Beispiel der Typ Arab Light aus Saudi-Arabien oder Fateh aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es handelt sich um mittelschweres Öl.
Die Preise der einzelnen Sorten unterscheiden sich an den Börsen je nachdem, wie weit das Öl transportiert werden muss oder wie „sauer“ das Öl ist. Aufgrund der aktuellen Normen muss saureres Öl mit höheren Kosten weiterverarbeitet werden, daher ist sein Preis in der Regel niedriger.
| Sorte | Herkunft | Eigenschaften | Rolle am Markt |
|---|---|---|---|
| WTI | USA, vor allem Texas | leicht, süß | Referenz für Nordamerika |
| Brent | Nordsee und seit 2023 auch WTI Midland | leicht, süß | Referenz für Europa, Afrika und Nahost |
| OPEC Reference Basket | OPEC-Länder | mittelschwer, teils sauer | Orientierung für die OPEC-Förderpolitik |
Für den Handel im Alltag reichen Ihnen die ersten beiden. Fast alle Broker bieten genau diese zwei Kontrakte an, alles andere ist Spezialgeschäft.
Aktueller Brent-Ölpreis
| 1 bbl = 87,30 EUR | 1 bbl = 101,56 USD |
Im obigen Diagramm sehen Sie den aktuellen Brent-Ölpreis.
Preisänderung
| 24h | 0.34 % | Woche | 6.32 % |
| Monat | 14.22 % | Jahr | 66.89 % |
Historische Preise
| bbl | |
|---|---|
| 10. 9. 2026 | 87,30 EUR 101,56 USD |
| 9. 9. 2026 | 86,91 EUR 101,11 USD |
| 8. 9. 2026 | 85,38 EUR 99,32 USD |
| 7. 9. 2026 | 83,25 EUR 96,85 USD |
| 6. 9. 2026 | 82,76 EUR 96,28 USD |
| 4. 9. 2026 | 82,29 EUR 95,73 USD |
| 3. 9. 2026 | 81,40 EUR 94,70 USD |
| 2. 9. 2026 | 81,57 EUR 94,90 USD |
| 1. 9. 2026 | 81,66 EUR 95,00 USD |
| 31. 8. 2026 | 77,50 EUR 90,16 USD |
| 28. 8. 2026 | 75,89 EUR 88,29 USD |
| 27. 8. 2026 | 76,08 EUR 88,51 USD |
| 26. 8. 2026 | 75,03 EUR 87,28 USD |
| 25. 8. 2026 | 73,92 EUR 86,00 USD |
| 24. 8. 2026 | 78,81 EUR 91,69 USD |
| 21. 8. 2026 | 80,69 EUR 93,87 USD |
| 20. 8. 2026 | 79,96 EUR 93,02 USD |
| 19. 8. 2026 | 77,45 EUR 90,10 USD |
| 18. 8. 2026 | 77,98 EUR 90,72 USD |
| 17. 8. 2026 | 77,34 EUR 89,98 USD |
WTI-Ölpreis
| 1 bbl = 83,29 EUR | 1 bbl = 96,90 USD |
Preisänderung
| 24h | 0.88 % | Woche | 6.13 % |
| Monat | 16.46 % | Jahr | 68.75 % |
Historische Preise
| bbl | |
|---|---|
| 10. 9. 2026 | 83,29 EUR 96,90 USD |
| 9. 9. 2026 | 83,20 EUR 96,79 USD |
| 8. 9. 2026 | 81,11 EUR 94,36 USD |
| 7. 9. 2026 | 79,68 EUR 92,69 USD |
| 6. 9. 2026 | 78,64 EUR 91,49 USD |
| 4. 9. 2026 | 78,37 EUR 91,17 USD |
| 3. 9. 2026 | 78,80 EUR 91,67 USD |
| 2. 9. 2026 | 77,90 EUR 90,63 USD |
| 1. 9. 2026 | 77,95 EUR 90,68 USD |
| 31. 8. 2026 | 74,00 EUR 86,09 USD |
| 28. 8. 2026 | 71,72 EUR 83,44 USD |
| 27. 8. 2026 | 71,78 EUR 83,51 USD |
| 26. 8. 2026 | 70,41 EUR 81,91 USD |
| 25. 8. 2026 | 69,74 EUR 81,13 USD |
| 24. 8. 2026 | 72,99 EUR 84,91 USD |
| 21. 8. 2026 | 74,48 EUR 86,65 USD |
| 20. 8. 2026 | 74,11 EUR 86,21 USD |
| 19. 8. 2026 | 73,40 EUR 85,39 USD |
| 18. 8. 2026 | 72,72 EUR 84,60 USD |
| 17. 8. 2026 | 72,74 EUR 84,62 USD |
WTI notiert meistens etwas unter Brent. Der Abstand zwischen beiden Sorten ist keine feste Größe. Er wächst, wenn amerikanisches Öl schwer aus dem Land kommt, und schrumpft, wenn Transport und Export reibungslos laufen.
Handel mit Kontrakten
Öl kann mithilfe von Kontrakten gehandelt werden. Natürlich ist es nicht möglich, ein Barrel Öl direkt vom Verarbeiter zu kaufen. Rohstoffe werden indirekt an Börsen gehandelt. Typischerweise handelt es sich um einen Kontrakt zwischen dem Händler und der Börse. Beispiele für solche Kontrakte zeigen wir Ihnen jetzt.
Contract for Difference (CFD)
CFD ist ein Finanzderivat, kurz für Contract for Difference („Differenzkontrakt“). Vereinfacht gesagt handelt es sich um einen Vertrag zwischen zwei Parteien, in der Regel zwischen Broker und Händler. Beim Schließen der Position wird die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs ausgeglichen.
Zu den bekanntesten CFDs gehört UKOIL, also ein Kontrakt auf Brent-Öl. Wichtig ist auch der Kontrakt auf amerikanisches WTI-Öl, der abgekürzt USOIL genannt wird. Im Vergleich zum europäischen Öl ist der Preis für amerikanisches Öl in der Regel niedriger.
Konkrete Preisangaben sparen wir uns an dieser Stelle bewusst. Zum Stand unserer Aktualisierung im Juli 2026 bewegte sich Brent grob im Bereich von 94 bis 99 US-Dollar je Barrel und WTI etwa zwischen 86 und 92 Dollar. Wegen der Spannungen im Nahen Osten schwankten diese Werte allerdings stark. Den verbindlichen Kurs sehen Sie in den Widgets weiter oben.
Wer mehr über die Funktionsweise dieser Instrumente erfahren möchte, findet die Details in unserem Leitfaden zu CFDs.
Futures-Kontrakte
Wenn Sie mit Futures-Kontrakten handeln, dann handeln Sie Öl zu einem bestimmten, im Voraus festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Es handelt sich um Geschäfte mit größeren „Paketen“ dieses Rohstoffs. In den USA sind Crude Oil Futures Contract mit der Abkürzung CL, dessen Volumen 1.000 Barrel Öl beträgt, und E-Mini Crude Oil Futures Contract mit der Abkürzung QM, der ein geringeres Volumen von 500 Barrel hat, sehr beliebt.
Diese Kontrakte werden zum Beispiel an der amerikanischen Rohstoffbörse NYMEX mit Sitz in New York gehandelt. Die kleinste Preisänderung beim Kontrakt vom Typ CL beträgt 0,01 Dollar und bei QM 0,025 Dollar. Diese kleinste Bewegungseinheit wird „Tick“ genannt. Bei dieser Art des Handels werden Gewinn oder Verlust genau mithilfe dieser „Ticks“ gemessen.
| Kontrakt | Kürzel | Volumen | Kleinster Tick |
|---|---|---|---|
| Crude Oil Futures | CL | 1.000 Barrel | 0,01 USD |
| E-Mini Crude Oil Futures | QM | 500 Barrel | 0,025 USD |
Rechnen Sie das einmal durch, bevor Sie einsteigen. Bei einem CL-Kontrakt bedeutet ein Dollar Kursbewegung 1.000 Dollar Gewinn oder Verlust. Öl bewegt sich an ruhigen Tagen um einen bis zwei Dollar. An unruhigen um deutlich mehr.
Futures haben ein Verfallsdatum. Wer eine Position länger halten will, muss vor dem Verfall in den nächsten Kontrakt wechseln. Dieser Vorgang heißt Rollen. Ist der spätere Kontrakt teurer als der auslaufende, kostet jeder Rollvorgang Geld. Über Monate hinweg kann das die Rendite auffressen, selbst wenn der Ölpreis unverändert bleibt. Genau dieser Effekt ist der Grund, warum langfristige Anleger mit Öl-Fonds oft schlechter fahren, als sie erwarten.
Öl-ETFs
Eine weitere Möglichkeit, mit Öl zu handeln, ist über ETFs, also Exchange Traded Funds, börsengehandelte Fonds. Der Handel läuft wie ein gewöhnlicher Aktienkauf ab, weil der Händler nicht das Öl selbst kauft, sondern in an der Börse handelbare Fonds investiert. Diese Fonds können Mittel entweder direkt in Öl oder auch in Unternehmen investieren, die sich auf die Ölförderung konzentrieren.
Zu den bekanntesten Öl-ETFs der Gegenwart gehören:
- United States Oil Fund (USO), der sich auf leichtes und „süßes“ Öl konzentriert. Er bildet den Ölpreis über Futures ab, nicht über physisches Öl.
- Vanguard Energy ETF (VDE) handelt mit Aktien amerikanischer Ölgesellschaften.
- ProShares Ultra Bloomberg Crude Oil (UCO) arbeitet mit Futures-Kontrakten auf leichtes amerikanisches WTI-Öl und mit einem Hebel.
Der Unterschied zwischen diesen drei Produkten ist größer, als die gemeinsame Überschrift vermuten lässt. VDE kauft Aktien und zahlt Dividenden. USO hält Terminkontrakte und trägt die oben beschriebenen Rollkosten. UCO arbeitet zusätzlich mit Hebel und ist für lange Haltedauern nicht gedacht.
Beim Test hat uns überrascht, wie viele Anleger USO für einen langfristigen Ölspeicher halten. Das ist es nicht. Der Fonds bildet den Terminmarkt ab und kann über Jahre deutlich schlechter laufen als der Ölpreis selbst.
Wer breit in den Energiesektor investieren möchte, findet in unserer Übersicht zur sektoralen Aufteilung mehr zum Thema.
ETFs und ETNs mit Hebel, dazu gehört auch UCO, setzen den Hebel täglich neu an. In seitwärts laufenden und schwankenden Märkten verlieren solche Produkte deshalb selbst dann an Wert, wenn der Ölpreis am Ende auf demselben Stand steht wie am Anfang. Prüfen Sie außerdem vor jedem Kauf, ob das Produkt in der EU überhaupt handelbar ist. Viele amerikanische Rohstofffonds dürfen Privatanleger im Euroraum wegen fehlender Basisinformationsblätter nicht kaufen.
Aktien von Ölgesellschaften
Wenn Sie nicht mithilfe von Kontrakten mit Öl handeln möchten, bietet sich eine Investition in Aktien von Ölgesellschaften an. Einen ausführlichen Vergleich der großen Konzerne finden Sie in unserem Beitrag Wie Sie Ölaktien kaufen. Zu den bekanntesten und wichtigsten gehören:
- Chevron (CVX) ist ein amerikanisches Unternehmen, das 1879 gegründet wurde und zu den ältesten Unternehmen im Bereich der Ölförderung und -verarbeitung gehört. Der Titel zählt seit Jahren zu den meistbeachteten Ölaktien an der US-Börse.
- TotalEnergies (TTE) ist ein französischer Konzern, gegründet 1924 und auf Förderung und Verarbeitung ausgerichtet. Bis 2021 hieß das Unternehmen Total, unter dem alten Namen und dem alten Kürzel TOT finden Sie es heute nicht mehr.
- Exxon Mobil (XOM) stammt aus Texas, verarbeitet und fördert Öl sowie auch Erdgas. Es ist gemessen am Börsenwert einer der größten westlichen Ölkonzerne.
- BP (BP) stammt ursprünglich aus Großbritannien und wurde 1909 gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf Öl und Erdgas und betreibt auch ein Netz von Tankstellen.
- Shell (SHEL) gehört in Europa zu den bekanntesten Unternehmen der Branche. Früher trug es den längeren Namen Royal Dutch Shell und war unter Kürzeln wie RDS.A notiert. Seit der Vereinfachung der Konzernstruktur firmiert es als Shell mit dem Kürzel SHEL. Neben der Verarbeitung und dem Vertrieb von Öl betreibt das Unternehmen ein umfangreiches Tankstellennetz.
- Gazprom PAO (OGZPY) ist auf dieser Liste der einzige osteuropäische Vertreter. Es handelt sich um einen russischen Konzern für Förderung und Vertrieb von Öl und Erdgas. Der Handel mit diesem Papier ist an westlichen Börsen wegen der Sanktionen heute stark eingeschränkt, für Anleger aus der EU ist der Titel praktisch nicht zugänglich.
Konkrete Aktienkurse nennen wir hier bewusst nicht. Die frühere Fassung dieses Artikels enthielt Preise vom Juni 2020, und genau das ist das Problem: Eine Zahl im Fließtext ist nach wenigen Wochen falsch und suggeriert trotzdem Aktualität. Den tagesaktuellen Kurs sehen Sie bei jedem Broker in Sekunden.
Ein Punkt, der beim Vergleich oft untergeht. Der Aktienkurs eines Ölkonzerns folgt dem Ölpreis nur teilweise. Integrierte Konzerne verdienen auch an Raffinerien und am Chemiegeschäft, und diese Sparten profitieren manchmal gerade dann, wenn der Rohölpreis fällt.
Das ist eher unser subjektiver Eindruck, aber wer allein auf den Ölpreis setzen will, ist mit einem Kontrakt auf den Rohstoff ehrlicher bedient als mit einer Aktie.
Bei den großen Ölkonzernen macht die Dividende historisch einen erheblichen Teil der Gesamtrendite aus. Wer nur den Kursverlauf im Chart anschaut, unterschätzt die Wertentwicklung dieser Titel deshalb systematisch. Achten Sie im Depot darauf, ob Ihr Broker die Dividende automatisch gutschreibt und wie er mit der Quellensteuer im Herkunftsland umgeht.
Ölkrisen und Höchststände
Der größte Einbruch der Geschichte
Wie viele andere Rohstoffe blieb auch Öl aus historischer Sicht von starken Schwankungen nicht verschont. Schauen wir uns kurz die größten Einbrüche und umgekehrt die höchsten Spitzen an, die Öl erreicht hat.
Für das Beispiel des größten Ölcrashs der Geschichte müssen wir nicht weit in die Vergangenheit gehen. Während der COVID-19-Pandemie kam es zum Zusammenbruch des Marktes für amerikanisches Öl. Sein Preis lag sogar für einen Tag im negativen Bereich, konkret am 20. April 2020.
Zu dieser Zeit erreichte der Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien seinen Höhepunkt. Russland weigerte sich, die Produktion zu senken, und der Preis fiel zwangsläufig weiter. Den Tiefpunkt erreichte der amerikanische Markt. Der Preis rutschte ins Minus, weil der Markt mit billigem Öl überschwemmt war. Für das amerikanische Öl gab es keine Abnehmer. Für Verarbeiter ist es wirtschaftlich undenkbar, die Produktion einzustellen.
Mit dem gehandelten amerikanischen Öl war die Pflicht verbunden, das gekaufte Öl tatsächlich physisch abzunehmen, was für die Unternehmen nicht rentabel war. Nach dem Abklingen des Pandemieschocks beruhigten sich die Preise wieder.
Für Privatanleger war dieser Tag eine teure Lektion. Wer damals auf steigende Kurse gesetzt hatte, verlor nicht nur seinen Einsatz. Bei manchen Brokern entstanden Nachschussforderungen, weil niemand mit negativen Preisen gerechnet hatte.
Der höchste Ölpreis
Den historisch höchsten Preis erreichte ein Barrel Öl dagegen im Jahr 2008. Damals kostete es im Juli 147 US-Dollar. Es kam zu Ausfällen mehrerer großer Öllieferanten, zum Beispiel Nigeria. Wegen des Ausbruchs der Wirtschaftskrise und damit der gesunkenen Nachfrage fiel der Preis jedoch innerhalb eines halben Jahres bis auf 32 Dollar im Dezember desselben Jahres.
Von 147 auf 32 Dollar in sechs Monaten. Diese Zahl sollte jeder im Kopf haben, der Öl für einen ruhigen Rohstoff hält.
| Ereignis | Zeitpunkt | Preis je Barrel |
|---|---|---|
| Allzeithoch | Juli 2008 | 147 USD |
| Absturz nach der Finanzkrise | Dezember 2008 | 32 USD |
| Negativer Schlusskurs bei WTI | 20. April 2020 | unter null |
Wo man Öl handeln kann
Wo kann man Öl handeln? Das hängt davon ab, welche Art der Investition Sie wählen.
Sehr einfach ist es, ein Konto bei einem CFD-Broker zu eröffnen und auf den Ölpreis zu spekulieren, ohne das Öl direkt zu besitzen. Empfehlen können wir den Broker XTB (XTB Erfahrungen), alles können Sie auch kostenlos im Demokonto ausprobieren 74 % der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.
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Oder Sie können Aktien konkreter Ölunternehmen oder ETFs kaufen, die an großen Börsen wie der NYSE oder NASDAQ zu finden sind. Natürlich können die meisten von ihnen auch über Online-Broker gekauft oder verkauft werden.
Futures-Kontrakte können an Rohstoffbörsen gehandelt werden, an denen der Händler seinen Makler hat. Ein Beispiel für eine der größten ist die bereits erwähnte Börse NYMEX mit Sitz in New York.
Wenn Sie beim Rohstoffhandel ganz am Anfang stehen, lohnt sich zuerst ein Blick in unseren Einsteigerleitfaden für den Handel mit Rohstoffen.
Wie viel Kapital brauchen Sie
Für CFDs reicht bei den meisten Brokern ein sehr kleiner Betrag, weil der Hebel den Einsatz vervielfacht. Genau das ist aber auch das Risiko. Der Hebel wirkt in beide Richtungen und vergrößert Verluste genauso zuverlässig wie Gewinne.
Für Aktien und ETFs brauchen Sie mehr Startkapital, dafür fallen keine Finanzierungskosten über Nacht an. Für Futures schließlich sind mehrere tausend Dollar Sicherheitsleistung je Kontrakt üblich, das ist für die meisten Privatanleger keine realistische Option.
Steuern beim Ölhandel
Gewinne aus CFDs, Futures, Aktien und Fonds werden steuerlich unterschiedlich behandelt. Für Termingeschäfte gelten in Deutschland eigene Regeln, die sich in den vergangenen Jahren mehrfach geändert haben. Auch ausländische Quellensteuern auf Dividenden von Ölkonzernen spielen eine Rolle.
Wir nennen hier bewusst keine Steuersätze, Freibeträge oder Fristen. Die Regeln unterscheiden sich je nach Instrument, Wohnsitz und Depotart und ändern sich regelmäßig. Lassen Sie Ihre konkrete Situation von einem Steuerberater prüfen, bevor Sie größere Positionen aufbauen oder Verluste verrechnen wollen.
Häufig gestellte Fragen zum Ölpreis
Was ist der Unterschied zwischen Brent und WTI?
Beide sind leichte und schwefelarme Ölsorten. Brent stammt aus der Nordsee und dient als Referenz für Europa, Afrika und den Nahen Osten. WTI kommt aus den USA und ist die Referenz für Nordamerika. WTI notiert meistens etwas günstiger, der Abstand schwankt jedoch je nach Transportlage und Exportkapazität.
Warum wird Öl in Barrel gerechnet?
Die Einheit stammt aus der Frühzeit der amerikanischen Ölförderung, als das Öl tatsächlich in Fässern transportiert wurde. Ein Barrel entspricht rund 159 Litern oder 42 amerikanischen Gallonen. An den Börsen hat sich die Einheit bis heute gehalten.
Kann der Ölpreis wieder negativ werden?
Möglich ist das grundsätzlich, wahrscheinlich ist es nicht. Der negative Schlusskurs am 20. April 2020 entstand, weil Käufer eines auslaufenden WTI-Kontrakts das Öl physisch abnehmen mussten und die Lager voll waren. Börsen und Broker haben ihre Systeme seither angepasst. Eine Wiederholung ist trotzdem nicht ausgeschlossen, wenn Lagerkapazität und Nachfrage erneut gleichzeitig kollabieren.
Lohnt sich ein Öl-ETF als langfristige Anlage?
Bei Fonds, die den Ölpreis über Futures abbilden, sind wir skeptisch. Die Rollkosten belasten die Rendite über Jahre, ohne dass der Anleger es im Chart des Rohstoffs erkennen kann. Für eine langfristige Beteiligung am Sektor sind Fonds auf Aktien von Energieunternehmen die naheliegendere Wahl, weil dort zusätzlich Dividenden anfallen.
Wie stark beeinflusst die OPEC den Ölpreis?
Deutlich, aber nicht allein. Die OPEC und ihre Partnerländer steuern über Förderquoten das Angebot und können den Preis damit spürbar bewegen. Gegen eine weltweit einbrechende Nachfrage oder gegen stark wachsende Förderung außerhalb des Kartells kommt aber auch die OPEC nicht an.
Wo finde ich den aktuellen Ölpreis?
Direkt in diesem Artikel. Die Widgets und Charts weiter oben zeigen den aktuellen Kurs für Brent und WTI sowie die historische Preisentwicklung. Sie aktualisieren sich automatisch, deshalb finden Sie im Fließtext bewusst keine festen Preisangaben.
