In diesem Artikel schauen wir uns die Unterschiede zwischen CFDs und klassischen Aktien an, insbesondere bei der Dividendenauszahlung und bei der Nutzung von Hebelwirkung.
Grundlegende Unterschiede zwischen CFDs und echten Aktien
Gehen wir die wichtigsten Unterschiede zwischen CFDs und echten Aktien einzeln etwas detaillierter durch.
Dividendenauszahlung
Bei echten Aktien haben Anleger, die die Aktien eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag besitzen, Anspruch auf einen Anteil am Gewinn in Form von Dividenden. Die Dividendenauszahlung wird in der Regel vom Unternehmen auf der Hauptversammlung bekannt gegeben. Die Dividende wird standardmäßig auf ein Bankkonto oder gegebenenfalls auf das Handelskonto beim Broker ausgezahlt.
Bei CFD-Aktien besitzen Anleger keinen echten Anteil am Unternehmen. Sie haben daher streng genommen keinen direkten Anspruch auf eine Dividendenauszahlung. Stattdessen bieten einige Online-Broker, die CFD-Handel ermöglichen, eine Dividendenkompensation an, die der Anleger erhalten würde, wenn er die echte Aktie halten würde. Informieren Sie sich immer bei Ihrem Broker, ob Dividenden kompensiert werden. Ebenso ist es wichtig, vorab zu prüfen, welche Bedingungen für den Erhalt dieser Kompensation gelten.
Nutzung von Hebelwirkung
Hebelwirkung nutzen vor allem Trader, die häufig in kurzen Zeitintervallen handeln. Hebel können Sie bei CFD-Aktien einsetzen. Wenn Sie zum Beispiel eine neue Position mit einem 10-fachen Hebel im Wert von 10.000 US-Dollar eröffnen möchten und „nur“ 1.000 US-Dollar Eigenkapital zur Verfügung haben, dann leiht sich der Anleger die Differenz zwischen Positionsgröße und Kapital vom Broker. Den Umfang der geliehenen Mittel bestimmt der Anleger selbst. Der maximale Hebel, der in der EU bei CFD-Aktien genutzt werden kann, beträgt 1:5. Das bedeutet, dass Sie sich nicht mehr als das 5-Fache des von Ihnen eingezahlten Geldes leihen können. Wir weisen darauf hin, dass die Nutzung von Hebelwirkung risikoreich ist und Sie Ihre Entscheidung stets mit einem Anlageexperten besprechen sollten.
Short-Positionen auf Aktien
Das Shorten von Aktien bedeutet, dass ein Anleger Aktien eines bestimmten Unternehmens verkauft, um von einem Kursrückgang zu profitieren und sie anschließend zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Bei echten Aktien ist der Handel in einer Short-Position allgemein schwieriger. Grundsätzlich muss man sich die echte Aktie vom Broker leihen und sie anschließend sofort verkaufen. Bei CFD-Aktien können Sie bei einigen Brokern direkt eine Short-Position eröffnen und so unmittelbar auf einen zukünftigen Kursrückgang spekulieren.
Wo man echte Aktien und CFD-Aktien handeln kann
Wenn Sie in echte Aktien sowie in CFD-Aktien investieren möchten, empfehlen wir, einen Broker zu wählen, der beide Arten von Investments unterstützt. Broker eToro ist eine hervorragende Wahl für Anleger, die bei einem kostengünstigen Broker handeln möchten.
Darüber hinaus ermöglicht Broker eToro das Kopieren der Trades anderer Händler, was eine sehr interessante und im Brokerbereich eher einzigartige Funktion ist. Dadurch können Trading-Einsteiger den Erfolg wie auch den Misserfolg erfahrenerer Händler teilen, ohne selbst Stunden mit dem Studium des Marktes oder der Analyse von Buchhaltungsdaten verbringen zu müssen. Erfahrene Anleger können der Community wiederum gegen eine Provision ihre eigenen Strategien und Portfolios anbieten (teilen). So haben sie die Möglichkeit, eine neue Einnahmequelle durch Nutzer zu erhalten, die ihr Trading kopieren.
Vorteile und Nachteile
Zunächst schauen wir uns die Vor- und Nachteile echter Aktien an. Ein großer Vorteil echter Aktien ist in Deutschland die sogenannte Spekulationsfrist. Wenn Sie eine Aktie mindestens 1 Jahr halten, sind der Verkauf und der daraus erzielte Gewinn von der Einkommensteuer befreit. Wir weisen jedoch darauf hin, dass dieser Text keine fachliche Steuerberatung darstellt. Ziehen Sie in Steuerangelegenheiten stets einen Experten für das jeweilige Thema hinzu, mit dem Sie Ihre konkrete Frage besprechen.
Zu den weiteren Vorteilen echter Aktien gehört das tatsächliche Eigentum an einem Anteil am Unternehmen, was dem Anleger die Möglichkeit gibt, auf Hauptversammlungen abzustimmen und gegebenenfalls einen Gewinnanteil in Form von Dividenden zu erhalten. Auf der anderen Seite erfordern echte Aktien eine höhere Anfangsinvestition, da mindestens eine ganze Aktie gekauft werden muss, deren Preis pro Stück im Bereich von Hunderten US-Dollar liegen kann. Ausgewählte Broker bieten zwar den Kauf von Bruchteilen echter Aktien an, jedoch erhält der Anleger einige der beschriebenen Vorteile echter Aktien erst durch den Kauf einer ganzen Aktie, beziehungsweise durch den Kauf mehrerer Aktienbruchteile, die zusammen 1 ganze Aktie ergeben.
Nun konkreter zu CFD-Aktien: Diese bieten eine höhere Flexibilität, da man auch an Kursrückgängen verdienen oder verlieren kann, nicht nur an steigenden Aktienkursen. Allerdings haben CFD-Aktien nicht die Vorteile, die mit dem Besitz echter Aktien verbunden sind, und sie hängen vom Vertrag mit dem Broker ab, was zu einem erhöhten Risiko führen kann, zum Beispiel bei der Insolvenz eines bestimmten Brokers. Daher ist es immer notwendig, einen qualitativ hochwertigen Broker zu wählen, zu denen auch der kostengünstige Online-Broker eToro gehört. Jeder Anleger sollte diese Faktoren abwägen und seine Anlagestrategie an seine individuellen und aktuellen Präferenzen anpassen.
Ein großer Nachteil von CFD-Aktien ist dagegen die Unmöglichkeit, die erwähnte Spekulationsfrist anzuwenden, wenn ich nur ein fraktionales Recht (früher fraktionale Aktie, Namensänderung wegen der Tschechischen Nationalbank) kaufe, also einen Teil einer echten Aktie.
50 % der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.
Jeder Anleger sollte die beschriebenen Vor- und Nachteile abwägen und eine Anlagemethode wählen, die zu ihm passt, oder sich gegebenenfalls von einem Experten beraten lassen.


